Der Ortschaftsrat Wolfartsweier trat am Dienstag, 4. Mai 2010 unter der Leitung von Ortsvorsteher Jürgen Morlock zu einer weiteren öffentlichen Sitzung zusammen.

Aus der Sitzung hier ein Kurzbericht:
Zunächst befasste sich das Gremium mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe, das vom Leiter des Amtes Umwelt- und Arbeitsschutz, Herrn Norbert Hacker, vorgestellt wurde.
Die Energiepreissteigerungen der letzten Jahre und zunehmende Umweltkatastrophen haben dazu geführt, dass der Klimaschutz wesentlich stärker in das Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik gerückt ist. Dabei fällt dem Staat und den Kommunen eine zentrale Rolle zu. Dieser Rolle ist sich auch die Stadt Karlsruhe bewusst. Der Gemeinderat hat deshalb die Verwaltung beauftragt, ein Klimaschutzkonzept mit weitergehenden Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Gase zu erarbeiten. Damit geht die Selbstverpflichtung einher, u.a. einen lokalen Klimaschutzaktionsplan zu entwickeln und dessen Umsetzung regelmäßig zu überprüfen. Ein solcher wurde nun vom Gemeinderat Ende des letzten Jahres verabschiedet. Er bildet den Handlungsrahmen für die städtischen Klimaschutzaktivitäten.
Beispielhaft ging der Referent auf die im Klimaschutzkonzept dokumentierten kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen ein. So sollen künftig mit klimagerechten Bauleitplanungen und darauf ausgerichteten Bauvorschriften hohe energetische Standards erreicht werden. Ebenso werden Stadtteilsanierungsprojekte umweltfreundlich ausgerichtet. Gleichermaßen will man eine energetische Optimierung an städtischen Immobilien erreichen, wie zum Beispiel bei einem Umbau der Hermann-Ringwald-Halle in Wolfartsweier. Gedacht ist weiterhin an den Ausbau des Fernwärmenetzes, an die Nutzung erneuerbarer Energien, an eine Umstellung der Lichtsignalanlagen auf LED bis hin zu einer effektiven Umweltbildung an den Schulen und Kindertageseinrichtungen. Weitere Themenbereiche sind die Planung eines Solarparks durch die Stadtwerke als so genannte „Bürgersolaranlage“ oder die Einrichtung neuer Windkraftanlagen. Hinsichtlich der Nutzung von Windenergie hat Karlsruhe jedoch nicht genügend Standortpotentiale, weil in diesem Segment der Regionalplan ganz konkrete Vorrangflächen ausweist.
Die Ausführungen zum Klimaschutzkonzept der Stadt Karlsruhe nahm der Ortschaftsrat zustimmend zur Kenntnis.
Ein Antrag der FDP-Ortschaftsratsfraktion beinhaltete die Forderung auf Aufstellung einer Erhaltungssatzung für die Wettersteinstraße, um dort das für Wolfartsweier ortstypische Straßenbild zu sichern.
Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Ortschaftsrat regte dabei an, eine solche Satzung auch auf weitere Straßen im Ortskern auszudehnen. Schließlich einigte man sich darauf, zusammen mit dem Stadtplanungsamt auszuloten, welche Möglichkeiten es gibt, um das historische Ortsbild von Wolfartsweier zu erhalten.
Die Anfragen der FDP-Ortschaftsratsfraktion zur Bepflanzung von Baumscheiben im Wohngebiet Zündhütle und wegen der Erstellung eines Solarkatasters für Wolfartsweier wurden wie folgt beantwortet:
Danach wird in der Antwort des Gartenbauamtes erklärt, dass in diesen Baumscheiben seinerzeit die Einsaat einer Rasen- und Wiesenblumenmischung erfolgte, die im gesamten Stadtgebiet Standard ist und die Flächen zwei- bis dreimal im Jahr gemäht werden.
Hinsichtlich der Erstellung eines Solarkatasters ist derzeit die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) dabei, mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse ein Solar-Dachflächen-Kataster zu erarbeiten, das nach Fertigstellung im Ortschaftsrat vorgestellt werden kann.
Mit den mündlichen Anfragen der Ortschaftsratsmitglieder und den Mitteilungen der Ortsverwaltung konnte Ortsvorsteher Morlock die öffentliche Sitzung beenden. Das Gremium trat anschließend noch zu einer nichtöffentlichen Sitzung zusammen.
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